Der Tripolitanische Krieg 1800-1805

Tripoli USA

Die nordafrikanischen Staaten (Tripoli, Tunis, Algiers und Marokko) schädigten seit langem den eruopäischen und amerikanischen Mittelmeerhandel durch Piraterie und versklavten christliche Gefangene. Der Pasha von Tripoli forderte 1800 die USA zur Zahlung eines erhöhten Tributs auf und erklärte ihnen kurz darauf den Krieg. Der amerikanische Präsident Thomas Jefferson sandte eine Flotte nach Nordafrika.

Der Hafen von Tripoli wurde blockiert. Ein Angriff auf die Stadt schlug jedoch fehl. In einem Sturm wurde das US-Schiff Philadelphia in den Hafen von Tripoli getrieben und dort von den Arabern besetzt. Die Besatzung wurde gefangengenommen. 1804 gelang es einer kleinen Gruppe um Lieutenant Stephen Decatur, an Bord der Philadelphia zu kommen und sie in Brand zu setzen.

Die Blockade von Tripoli wurde bis 1805 fortgesetzt, als der Pasha zur Annahme eines Friedensvertrages bereit war. Die USA zahlten fürderhin keinen Tribut mehr an Tripoli.

Erst 1815 befreiten sich die USA endgültig von allen Tributzahlungen an die nordafrikanischen Staaten, als Decatur in den Hafen von Algier einlief und einen Vertrag aushandelte, der außerdem die Freilassung aller amerikanischen Gefangenen, die Sicherheit des amerikanischen Handels und eine entschädigungszahlung vorsah.
 



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(mak) 2000