Der 2. Opiumkrieg 1856-1860

Großbritannien, Frankreich China

Die Chinesen kaperten 1856 das englische Schiff "Arrow", worauf die Briten chinesische Häfen beschossen. Die Feindseligkeiten, ausgelöst durch Interessengegensätze im Handel, führten schließlich zur Besetzung Kantons durch britisch-französische Einheiten im Dezember 1857.

In den Verträgen von Tientsin (26.-29.6.1858) zwischen China, Großbritannien, Frankreich, Russland und den USA vereinbarte man, dass China weitere Häfen öffnen, Gesandte in Peking akzeptieren und den Opium-Import legalisieren sollte. Russland hatte sich im Mai desselben Jahres bereits durch den Vertrag von Aigun die Annexion des linken Amur-Ufers gesichert. In dieser Provinz wurde 1860/61 der russische Hafen Wladiwostok gebaut.

Da China aber die Vertragsbedinungen nicht einhielt, flammten die Kampfhandlungen wieder auf. Der Invasionsversuch britischer Truppen 1859 scheiterte, so dass sie mit amerikanischer Unterstützung evakuiert werden mussten. 1860 sammelten sich Engländer (11.000 Mann) und Franzosen (7.000 Mann) in Hong Kong zum gemeinsamen Angriff. Am Peiho-Fluss entlang marschierten sie in Richtung Peking. Am 6. Oktober plünderten sie den Sommerpalast des Kaisers. Da die Chinesen Mitglieder einer britischen Gesandtschaft gefoltert und einige sogar getötet hatten, ließ General Grant als Vergeltungsmaßnahme noch nach dem Abschluss des Friedensvertrages den Sommerpalast verbrennen.

18.10.1860    Vertrag von Peking



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(mak) 2000