Die europäische Invasion in Mexiko 1861-1867

Frankreich, Spanien, Großbritannien Mexiko

In Mexiko tobte von 1857-1860 ein Bürgerkrieg zwischen konservativen und liberalen Kräften. Benito Juarez, der von den USA unterstütze Anführer der Liberalen behielt schließlich die Oberhand und kontrollierte das Land ab Dezember 1860. Durch die Wirren des Krieges war Mexiko nicht mehr in der Lage seine europäischen Kreditgeber zu bedienen und stellte schließlich die Schuldenzahlungen ganz ein. Die Europäer entschlossen sich daraufhin zum militärischen Eingreifen, um ihre Interessen zu wahren.

Spanier, Franzosen und Briten besetzten am 17.12.1861 die Stadt Veracruz. Differenzen unter den Alliierten führten zum Abzug der Spanier und Briten im April 1862. Napoleon III. aber verstärkte gleichzeitig die französischen Truppen, denn er wollte die Regierung Juarez stürzen und eine von Frankreich abhängige Marionetten-Monarchie an die Macht bringen. Nach einem Jahr des harten Kampfes gegen die Mexikaner eroberten die Franzosen am 7.6.1863 Mexiko-Stadt. Dort setzten sie Erzherzog Maximilian von Habsburg, den Bruder Kaiser Franz-Josefs, als Kaiser von Mexiko ein.

Der Guerillakrieg gegen den neuen Kaiser und die französische Besatzung ging jedoch weiter, denn das Regime war in Mexiko unbeliebt. Auch die Amerikaner unterstützten weiterhin Benito Juarez, der den Widerstand gegen Maximilian anführte. Sie drohten sogar mit Intervention und sammelten Truppen an der mexikanischen Grenze.

1867 erkannte Napoleon III., dass sein Mexiko-Abenteuer gescheitert war und ließ die französischen Truppen abziehen. Maximilian blieb jedoch uneinsichtig und wollte auf seiner Kaiserkrone nicht verzichten. Ohne französischen Schutz war er jedoch chancenlos und wurde in Querétaro eingeschlossen. Am 19.6.1867 wurde er schließlich hingerichtet. Benito Juarez blieb mexikanischer Präsident bis zu seinem Tode 1872.
 

Tote: 20.000 (Frankreich: 8.000 / Mexiko: 12.000)



 Zurück
(mak) 2000