Der Britische Zulu-Krieg 1879

Großbritannien Zulus

Nachdem die Briten 1877 den Burenstaat Transvaal annektiert hatten, erbten sie auch dessen Konflikt mit dem angrenzenden Reich der Zulus. Die Zulus waren ein sehr kriegerisches Volk, dessen Herrscher Shaka anfang des 19. Jahrhunderts eine große (40.000), gut trainierte und disziplinierte Armee aufgebaut hatte. Technisch und taktisch waren sie jedoch Jahrhunderte hinter der europäischen Kriegführung zurück. Sie kämpften hauptsächlich mit Schilden und Speeren.

Eine Strafexpedition der Briten im Jahre 1879 zeigte jedoch, dass die Zulu-Krieger nicht unterschätzt werden durften. Ihre Fähigkeit, sich gut zu tarnen und so ungesehen große Wegstrecken zu Fuß zurücklegen zu können, ermöglichte es ihnen, die vorstoßenden Briten zu umgehen. Am 22.1.1879 überfielen die Zulus das britische Basislager Isandhlwana. Wegen der Unfähigkeit der Offiziere vor Ort und dem sehr unpraktischen Nachschubsystem, das für ausgegebene Munition Quittungen verlangte wurde der Angriff zur Katastrophe. 1.200 Briten und ihre Hilfstruppen wurden getötet. Lord Chelmsford, Oberbefehlshaber der Zulu-Expedition, beschaffte jedoch genügend Verstärkung, so dass die Briten am 4.7.1879 die Hauptstadt der Zulus erreichten. Mit etwa 5.000 gut ausgerüsteten Soldaten zerschlugen die Briten die Macht der Zulus. Insgesamt wurden 17.000 britische Soldaten nach Natal gebracht. Der Krieg kostete 4,9 Millionen Pfund.



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(mak) 2000