Der Englisch-Spanische Krieg 1655-1659

 
England, Frankreich Spanien

Englische und spanische Interessengegensätze in der Handelspolitik führten zu Feindseligkeiten, ohne dass sich beide Länder offiziell im Kriegszustand befanden. Als 1655 die britisch Flotte unter Admiral William Penn Jamaica und Santo Domingo eroberten, erklärte Spanien den Krieg. 1656 kaperten die Engländer die spanische Silberflott vor Cadiz. Frankreich, das 1648 noch keinen Frieden mit Spanien geschlossen hatte, und England einigten sich 1657 auf ein gemeinsames Vorgehen. Kardinal Mazarin und Oliver Cromwell beschlossen einen Angriff gegen die spanischen Niederlande.

Am Strand von Dünkirchen kam es am 14.6.1658 zur entscheidenden Schlacht. Turenne führte die französischen und englischen Truppen gegen die Spanier unter Don Juan d'Austria - dem Vizekönig der Niederlande -, dem Franzosen Condé und einer Gruppe von englischen Jakobiten unter dem Herzog von York (der spätere James II. von England). In einer taktischen Glanzleistung nutzte Turenne die Veränderung des Schlachtfeldes durch die Gezeiten aus, um seine Gegner mit Kavallerieeinheiten zu umzingeln. Die Schlacht endete mit dem eindeutigen Sieg der Franzosen und Engländer. Wenig später kapitulierte auch die Stadt Dünkirchen.

Spanien verlor einige flämische Städte an England und wurde durch den Pyrenäenfrieden von 1659 auf den Status einer Mittelmacht reduziert. Im Vertrag von Madrid 1670 erkannte Spanien die englische Herrschaft über Jamaica an.
 
 



 Zurück
(mak) 2000