Der Chinesisch-Japanische Krieg 1894/95

China Japan

Die Regierung Koreas rief China zu Hilfe, um eine Revolte im eigenen Land zu unterdrücken. Auch die Japaner, erbitterte Konkurrenten Chinas um die Vorherrschaft auf der koreanischen Halbinsel, entsandten daraufhin Truppen nach Korea. Nachdem die Japaner den Palast in Seoul eingenommen und eine neue Regierung eingesetzt hatten, erklärten beide Mächte am 1.8.1894 den Krieg.

Die Japaner siegten bei Pjöngjang (15.9.1894) und vertrieben die Chinesen von der Halbinsel. In der Seeschlacht von Yalu zeigte sich die Überlegenheit der japanischen Flotte. Im November 1894 eroberten die Japaner den wichtigen Hafen Port Arthur. Die japanische Flotte schloss die verbleibenden chinesischen Kriegsschiffe in Weihaiwei ein und zerstörte die meisten von ihnen im Februar 1895. Der chinesische Admiral Ting beging nach dem Verlust seiner Flotte Selbstmord.

Bis März gaben auch die chinesischen Truppen in der Mandschurei den Widerstand auf. Als die Japaner auf Peking marschierten, erreichte sie das Friedensgesuch der Chinesen.

17.4.1895 Vertrag von Shimonoseki

Durch den Krieg gegen China hatte Japan sich selbst und der Welt bewiesen, dass es eine ernstzunehmende Macht im Fernen Osten war und hegemoniale Ansprüche in der Region stellte.

Im Interesse ihrer eigenen imperialistischen Interessen und um Japan in Schach zu halten, setzten sich nach dem Krieg die Europäer in China fest. In Verhandlungen mit dem von der Niederlage geschwächten und gedemütigten Land sicherten sie sich allerlei Rechte und Konzessionen. Russland erhielt Port Arthur und die Liaotung-Halbinsel, die eigentlich Japan für sich beanspruchte. England pachtete Kowloon (gegenüber von Hong Kong) auf 99 Jahre und den Hafen Weihaiwei solange wie die Russen in Port Arthur bleiben würden. Deutschland besetzte Kiautschou.

Tote: 15.000 (China: 10.000 / Japan 5.000)



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(mak) 2000