Der 2. Karlistenkrieg 1873-1876

Seit der spanischen Revolution 1868, die die Herrschaft Isabellas II. beendet hatte, befand sich Spanien fast im Zustand der Anarchie. Die Cortes (Ständeversammlung) votierte für die Beibehaltung der Monarchie als Staatsform. Man bot die spanische Krone verschiedenen europäischen Monarchen an. Der Herzog von Aosta Amadeus I. akzeptierte sie schließlich 1871. Der Versuch Preußens, Leopold von Hohenzollern-Sigmaringen auf den spanischen Thron zu bringen, spielte für den Ausbruch des >Deutsch-Französischen Krieges eine wichtige Rolle.

1873 dankte Amadeus I. jedoch wieder ab, da das spanische Volk seine Herrschaft nicht anerkannte. Die Cortes proklamierten nun die Republik. Don Carlos III., Enkel des ersten Carlos, revoltierte, um die Monarchie wieder herzustellen. Die Republik brach im Januar 1874 zusammen und wurde von einer Militärdiktatur unter General Francisco Serrano y Dominguez abgelöst.

Militärs setzten nun den Sohn Isabellas als Alfonso XII. als konstitutionellen König ein. Die ihm untergebenen Truppen konnten bis 1876 die karlistischen Gebiete (besonders das Baskenland) zurückerobern. Im Juni 1876 verabschiedeten die neu gewählten Cortes eine Verfassung. 10.000 Karlisten wurden verbannt.



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(mak) 2000