Der Candia-Krieg 1645-1669

Türkei Venedig

Die Venetianer beherrschten Kreta und seine Hautpstadt Iraklion, die sie Candia nannten. Der osmanische Sultan Ibrahim I. landete am 24.6.1645 100.000 Mann auf Kreta, um die venezianische Kolonie zu erobern. 1648 standen die Türken vor Candia und begannen mit der Belagerung. Venedig sandte Truppen zur Verstärkung nach Candia, darunter auch ueber 30.000 Söldner aus Hannover, Braunschweig und Celle.

Die Venezianer blockierten daraufhin die Dardanellen, so dass es in Konstantinopel zu Aufständen wegen der prekären Versorgungslage kam. Die osmanische Flotte erlitt 1651 bei Naxos und 1656 vor den Dardanellen schwere Niederlagen. Candia wurde von venezianischen Schiffen ausreichend mit Nahrungsmittel und Kriegsmaterial versorgt, so dass die kretische Hautpstadt der Belagerung 22 Jahre lang stand halten konnte. Nachdem die Türken ihre Flotte wieder aufgebaut hatten, gelang es ihnen die Versorgung von Candia zu stören. 1669 kapitulierte Candia, nachdem ein wichtiges Kontingent französischer Hilfstruppen abgezogen worden war.

Venedig verlor einen Großteil Kretas, viele ägäische Inseln und Stützpunkte in Dalmatien an die Türken. Die alte Handelsrepublik war fortan nur noch eine zweitrangige Macht im östlichen Mittelmeer.



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(mak) 2000