| katholische Flamen und Wallonen der südlichen Niederlande, Frankreich | Niederlande |
Seit 1815 standen die südlichen Niederlande unter holländischer Herrschaft. Die überwiegend katholische Bevölkerung hatte jedoch wenig gemeinsame Interessen mit Holland. Das Vorbild der Juli-Aufstände in Paris führte am 25. August 1830 zum Aufruhr in Brüssel. Wilhelm I. sandte holländische Truppen, die aber von den Aufständischen zurückgeschlagen wurden. Eine provisorische belgische Regierung konstituierte sich.
4. Oktober 1830 Unabhängigkeitserklärung Belgiens
Russland und wahrscheinlich auch Preußen waren bereit, die Revolution
mit ihren Armeen niederzuschlagen. Um eine Ausweitung des Konflikts zu
verhindern, lud die britische Regierung die Großmächte zu einer
Konferenz nach London ein.
Dem britischen Premier Palmerston gelang es, auch die östlichen
Großmächte für ein unabhängiges Belgien zu gewinnen.
Frankreich und Großbritannien garantierten im Londoner Protokoll
1831 die Unabhängigkeit und Neutralität Belgiens.
Der belgische Nationalkongress wählte Leopold v. Sachsen-Coburg
zum
König, der als konstitutioneller Monarch mit einer liberalen Verfassung
reigerte.
Mit Hilfe der Franzosen konnten die letzten holländischen Truppen
aus Antwerpen vertrieben werden. Die drei Ostmächte ratifizieren die
Verträge über Belgien im Frühjahr 1833. Der holländische
König erkannte die Unabhnängigkeit Belgiens erst 1839 an.
| (mak) 2000 |