Der Bayerische Erbfolgekrieg 1778/79

 
Bayern, Preußen, Sachsen Österreich

Kriegsursache: Aussterben der bayerischen Wittelsbacher. Max III. Joseph stirbt 1777 ohne Nachkommen.

Nach den wittelsbachischen Erbverträgen hätte Bayern damit an Karl Theodor von der Pfalz fallen. Dieser trat jedoch vertraglich einen großen Teil von Niederbayern an Österreich ab in der Hoffnung, vom Kaiser Vorderösterreich oder die südlichen Niederlande als Kompensation zu erhalten, was einer Arrondierung seiner Territorien eher förderlich gewesen wäre. Der Pfälzer Kurfürst war deswegen in Bayern sehr unbeliebt.

Als Kaiser Joseph II. diese Teile Bayerns besetzen ließ, nahmen bayerische Patrioten den Widerstand auf.
Preußen wollte eine Stärkung Österreichs in Süddeutschland verhindern. Zusammen mit sächsischen Truppen ließ Friedrich II. seine Armee in Böhmen einmarschieren.

Die Kampfhandlungen beschränkten sich auf unbedeutende Scharmützel. Da die Armeen mehr mit der Ernährung als mit militärischen Handlungen beschäftigt waren, nannte man den Krieg auch ,,Kartoffelkrieg´´.
Eine Eskalation wurde auch dadurch verhindert, dass Frankreich den Kaiser nicht unterstützte.

13.5.1779    Friede von Teschen

Ein weiterer Versuch Josephs II. die südlichen Niederlande gegen Bayern zu tauschen beantwortete Friedrich II. 1785 mit der Gründung des Deutschen Fürstenbundes zur Wahrung der Reichsverfassung. Österreich konnte seine Ansprüche im Reich nicht mehr gegen Preußen durchsetzen, während die preußische Erbfolge in Ansbach und Bayreuth anerkannt werden musste.
 
 


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(mak) 2000